bedeutendes Bodendenkmal in Blankenheim
Die Villa von Blankenheim zählt zu den bedeutendsten
Bodendenkmälern des Rheinlands aus römischer Zeit. Sie wurde Mitte des 1.
Jahrhunderts n. Chr. angelegt und wurde – mehrfach umgebaut – bis zur Mitte des
4. Jahrhunderts n. Chr. bewohnt. Die Römervilla war einst ein großer Gutshof
mit einem luxuriös ausgestatteten Hauptgebäude sowie Stallungen, Scheunen, Remisen
und Gesindeunterkünften. Bereits 1894 fanden die ersten archäologischen
Untersuchungen statt.
Man beschloss, die außergewöhnlich gut erhaltenen Mauern
des Hauptgebäudes zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das
antike Mauerwerk verwitterte und verfiel jedoch sehr bald. Einige
Gebäudemauern, welche Ende des 19. Jahrhunderts freigelegt wurden, sind
allerdings heute teilweise noch im Boden vorhanden. Mit einer Fläche von 250 x
120 Metern wies der Gutshof die beachtliche Größe von drei Hektar auf, weshalb
das Gebäude selbst aus der Ferne einen monumentalen Eindruck machte.
Die
Römervilla von Blankenheim ist das einzige bisher bekannte Beispiel einer
repräsentativen Axialvilla im Rheinland.